Nachdem ich folgenden Artikel gefunden hatte (http://goo.gl/pnf1a) wurde ich an einige meiner eigenen Erlebnisse in der Diskussion mit Atheisten erinnert. Verfechter der Evolutionstheorie und somit meist auch atheistisch eingestellte Zeitgenossen werden ja oft als sehr wissenschaftlich und gebildet eingestuft: rationale Denker mit hohem Intelligenzquotient und von Vernunft gesteuerte Menschen. Ach wie nett und doch unrealistisch sind diese Klischees! Besonders in der "Clear-Thinking Oasis" (Oase des klaren Denkens), dem Forum des führenden "New-Atheist" Richard Dawkins, findet man vielerlei, jedoch kaum klares Denken und Vernunft.
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Dienstag, 6. Dezember 2011
Revolution im Bildungssektor - die Khan Academy
Salman Khan, ein Ex-Hedgefonds-Analyst aus den USA gründete - aus einer zufällig entstandenen Idee - eine der grössten Lernplattformen im Internet: die Khan Academy (www.khanacademy.org). Die revolutionäre Idee, Lerninhalte mit YouTube-Videos zu vermitteln macht inzwischen Schule.
Tatsächlich beginnen öffentliche Schulen in den USA, die Webseite von Salman Khan im Unterricht zu benutzen. Sie stellen damit die traditionelle Unterrichts-Philospohie komplett auf den Kopf. Normalerweise werden die Inhalte während dem unterricht vermittelt und dann Übungen als Hausaufgaben daheim erledigt. Die Khan Academy hat die Lehrer an einigen Schulen dazu gebracht, diese Methode komplett umzudrehen.
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Freitag, 25. November 2011
Das Reich Gottes (Teil 3) - Die ganze Schöpfung wartet ...
Wenn man manchen Endzeitpredigern zuhört, dann gibt es anscheinend nur eine einzige Hoffnung für diese Welt: die Wiederkunft von Jesus Christus. Die Macht Satans ist so groß, und das Böse so allgegenwärtig, dass die Gemeinde nur beten und hoffen kann, dass der Herr bald wiederkommt. Immer wieder werden die dramatischen und katastrophalen Ereignisse der Weltgeschichte als Beleg dafür herangezogen, dass alles immer schlimmer wird. Sie scheinen ganz im Einklang mit den Voraussagen Jesus in den Endzeitreden und den Visionen des Johannes in der Offenbarung zu sein. Die Welt liegt wahrlich in Wehen! Das beschreibt auch Paulus im achten Kapitel des Römerbriefes, doch kommt er, was den Lösungsansatz betrifft, zu ganz anderen Schlussfolgerungen, als die meisten heutigen Endzeitspezialisten:
Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen – nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat – auf Hoffnung hin, dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes. Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn wer hofft, was er sieht? (Römer 8,18-24)
Wenn es hier heißt, dass die ganze Schöpfung seufzt und auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes wartet, dann ist damit nicht die Wiederkunft Jesus gemeint. Es heißt ja nicht: auf das Offenbarwerden des Sohnes Gottes, nein, „Söhne“ steht in der Mehrzahl. Die Schöpfung wird nicht freigemacht von der Vergänglichkeit zur wunderbaren Freiheit des Sohnes Gottes, sondern der „Kinder Gottes“. Wir sind gemeint! Wir haben einen Wiederherstellungs- und Versöhnungsauftrag für die ganze Schöpfung. Dann vergleicht Paulus es mit unserem Seufzen nach der Vollendung der Erlösung, nämlich einen neuen Leib zu bekommen. Fälschlicherweise wurde dieser Vergleich so ausgelegt, dass die Erlösung der Schöpfung erst bei der Wiederkunft Jesus geschieht, wenn auch wir unseren neuen Leib bekommen. Der Text gibt dies jedoch nicht so wieder. Er sagt lediglich, dass, genau wie wir, auch die Schöpfung seufzt.
Das ganze achte Kapitel des Römerbriefes handelt nicht von der Erwartung der Wiederkunft Jesus, sondern von unserem Wandel in der Überwindung des jetzigen Zeitalters mit Hilfe des Heiligen Geistes. In diesem Kontext stehen diese Verse. Für mich bedeutet es ohne Zweifel, dass durch unseren Wandel als Überwinder die Kraft der Erlösung im Lauf der Geschichte immer mehr offenbar wird, und zwar zur Erlösung der ganzen Schöpfung. Paulus ermutigt die Gläubigen der damaligen Zeit – die geprägt war von starker Verfolgung – im Bewusstsein des Sieges der neuen Schöpfung und in der Hoffnung auf „bessere Zeiten“ (der kommenden Herrlichkeit), niemals aufzugeben und fest zu bleiben, auch mitten in Anfechtung. Wäre es nicht fatal, wenn all die Bemühungen der Gläubigen, durch alle Zeitalter der Gemeinde hindurch siegreich zu sein, am Ende komplett zunichte gemacht würden? Es wäre ungefähr so, wie wenn man den Lehrling eine jahrelange Ausbildung machen lässt, bei der Abschlussprüfung aber dann der Chef selbst kommt und das Meisterstück macht. Das ergibt absolut keinen Sinn. Aber genau das wollen uns der Dispensationalismus, der Dualismus und die populäre Eschatologie weismachen: alle Bemühungen des Evangeliums können die sichtbare Welt nicht verändern, nur im Inneren die ewige Seligkeit für ein zukünftiges himmlisches Reich bewirken.
Das hebräische und biblische Verständnis lehrt uns, dass die Kräfte des Reiches Gottes hier und jetzt in uns wirksam sind und aus uns fließen, um diese Welt zu heilen und zu erretten. Wir warten nicht nur auf eine zukünftige Manifestation des Reiches, sondern glauben, dass dieses Reich schon jetzt in uns ist und durch uns wirkt.
Manifestationen des Heils
Dass es verschiedene Stufen der Offenbarung und ein Wachstum des Reiches Gottes gibt, ist ohne Zweifel. Das Heilshandeln Gottes ist als Realität immer in folgenden drei Stufen präsent:
- als vollendete Tatsache
- als kontinuierlicher Prozess, und
- als zukünftige Vollendung.
Dies kann am Beispiel der Errettung sehr schön erkannt werden. Wir „haben die Errettung, die Vergebung der Sünden durch sein Blut“. Dies ist eine vollendete Tatsache. Jedoch spricht die Bibel gleichzeitig von der Errettung als einem andauernden Prozess, in dem das „Wort Gottes die Kraft hat, unsere Seelen zu erretten“ und nicht zuletzt spricht Petrus von der „Errettung, die bereit ist, in den letzten Tagen geoffenbart zu werden“ und Paulus von der vollkommenen Erlösung, die erst dann existent wird, wenn wir einen neuen Leib haben. Weitere Wahrheiten in ihrer dreifachen Realität werden aus folgender Tabelle ersichtlich:
| Vollendete Tatsache | Kontinuierlicher Prozess | Zukünftige Vollendung |
| Errettung | ||
| ...in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade...(Eph 1,7) | ...und empfanget mit Sanftmut das eingepflanzte Wort, das eure Seelen zu erretten vermag. (Jak 1,21) | ...auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes. (Röm 8,23) |
| Heilung | ||
| ...durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. (Jesaja 53,5) | Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken heilen,... (Jak 5,15) | Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, ... noch Schmerz wird mehr sein; ... (Off 21,4) |
| Sieg über das Böse | ||
| ...als er die Fürstentümer und die Gewalten ausgezogen hatte, stellte er sie öffentlich zur Schau, indem er durch dasselbe über sie einen Triumph hielt. (Kol 2,15) | Unterwerfet euch nun Gott. Widerstehet dem Teufel, und er wird von euch fliehen. (Jak 4,7) | Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. (1. Kor 15,25) |
| Heiligung | ||
| Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung,... (1. Kor 1,30) | Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den HERRN sehen,... (Hebr 12,14) | Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass, wenn es offenbar werden wird wir IHM GLEICH sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1. Joh 3,2 ) |
Ebenso ist es mit dem Reich Gottes. Es ist nicht momentan nur geistlich und in Zukunft sichtbar. Es ist aber sehr wohl eine vollendete Tatsache, gleichzeitig ein kontinuierlicher Wachstumsprozess und wird beim Kommen des Herrn in Vollendung offenbart. Dabei ändert sich nicht das Wesen dieses Reiches (sichtbar oder unsichtbar), sondern nur das Maß der Offenbarung.
Fortsetzung folgt ... (hier finden sie Teil 2 und Teil 1 dieser Artikel-Serie)
Dieser Artikel ist eine Auszug aus meinem Buch "Um Himmels willen" (auch als E-Book erhältlich), erschienen im ID-DESIGN Medien Verlag.
Dienstag, 6. September 2011
Wer hat Angst vor’m freien Markt?
Wir leben in einem Land, in dem Meinungs- und Religionsfreiheit hoch angesehen werden. Auch auf unsere Presse- und Reisefreiheit sind wir stolz. Beim Recht, freien Handel zu betreiben, sind wir jedoch skeptisch. So auch mein Onkel Heinz. Jeder Wirtschaftsboss ist für ihn ein Krimineller. „Die Drecksäck da obbe mache doch, was se wolle. Un de klaane Mann guckt mim Arsch uff die Uhr.“ Heinz ist fünfundfünfzig Jahre alt, Kfz-Mechaniker und Gewerkschaftsmitglied. Seit ich denken kann, ärgert er sich grün, wählt rot, ist abends blau und arbeitet nebenbei schwarz. Ein bunter Hund. Dreimal im Jahr streift er sich eine Mülltüte über, stellt sich mit einer Rassel vor die Tore seines Arbeitgebers und ruft mit seinen Genossen Parolen, die man leider nicht verstehen kann, weil die meisten seiner Mitstreiter eine Trillerpfeife im Kehlkopf implantiert haben. Eigentlich sind die Forderungen der Gewerkschaften seit dreißig Jahren die gleichen: mehr Geld, weniger arbeiten. „Mir fordern mehr Prozende – mit fuffzisch in die Rente!“
Montag, 29. August 2011
Das Reich Gottes (Teil 2) - Ist Gott ein Diktator?
Gott als Herrscher dieser Welt! Wäre das nicht wunderbar? Genau das ist doch das Ziel und die Absicht des Evangeliums. Paulus spricht davon, dass eines Tages alles wieder unter ein Haupt gebracht werden wird:
… damit es ausgeführt würde in der Fülle der Zeiten: alles unter ein Haupt zu bringen in Christus, was im Himmel und was auf Erden ist, in ihm. (Eph 1,10 - SLT)
Es ist genau dasselbe, was in Offenbarung 11 geschrieben steht:
Und der siebente Engel posaunte: und es wurden große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unsres HERRN und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Off 11:15 LUT)
Also, es läuft alles auf eine Theokratie hinaus. Gott wird herrschen! Nun kommen wir zu einer wichtigen Frage: Wie wird das geschehen? Die Eschatologie der Verzweiflung geht davon aus, dass alle Anstrengungen der Gemeinde mit dem Evangelium am Ende doch erfolglos sein werden. Die Welt fällt dem Bösen anheim und die Gläubigen müssen entrückt werden. Erst wenn Jesus sichtbar wiederkommt, vernichtet er alles Böse und richtet die 1000-jährige Theokratie auf der Erde auf. Gott wird sozusagen zum „Diktator“! Wenn wir davon ausgehen, dass zur Zeit der Ankunft Jesus die Gemeinde nicht mehr auf der Erde sein wird, sondern nur noch die Gottlosen – und diese in großer Zahl – dann ist es doch erstaunlich, dass in einem Augenblick die ganze Welt nun plötzlich zu den Füßen Jesus liegen soll. Na klar, Satan wird ja gebunden werden und deshalb gibt es nichts Böses mehr und alle Menschen werden Gott dienen. Eine durchaus böse und gottlose Gesellschaft wird nun plötzlich zu einer Gott anbetenden Gemeinde? Das scheint mir doch fast zu phantastisch zu sein. Dazu kommt noch, dass das Reich Gottes in Form des 1000-jährigen Reiches ja auch nur eine Attrappe ist, denn wenn der Satan am Ende dieser Zeit losgelassen wird, werden die meisten wieder vom Herrn abfallen. Man möge es mir verzeihen, aber ich kann mich beim besten Willen mit dieser Vorstellung nicht anfreunden. Sie erscheint mir meilenweit von dem entfernt zu sein, was die Bibel über Gottes Absichten, über sein Wesen und über das Wesen seines Reiches lehrt.
Was ich damit sagen will ist Folgendes: Das Werkzeug, durch das Gott seine Herrschaft aufrichtet, ist das Evangelium! Die Frohe Botschaft hat die Absicht, die tiefen Überzeugungen des Menschen zu verändern und in ihm das Bild Gottes wiederherzustellen. Paulus ist so von der revolutionären Kraft dieser Botschaft überzeugt, dass er ihre Auswirkung als „neue Schöpfung“ bezeichnet. Wenn man die Bedeutung dieser Worte von Paulus einmal über die pietistisch individuelle Heilserfahrung des Einzelnen hinaus betrachtet, dann erkennt man darin durchaus eine eschatologisch heilsgeschichtliche Aussage: die gefallene Schöpfung wird durch die Kraft des Kreuzes wiederhergestellt, ja sogar neu geschaffen. Die Hoffnung der Schöpfung ist also nicht der wiederkommende Christus als Diktator einer neuen Weltordnung, sondern die alles erneuernde Kraft des Kreuzes, die sich in der Botschaft des Evangeliums manifestiert. Die wunderbare Botschaft der rettenden und wiederherstellenden Gnade verändert den Menschen von innen heraus und bringt dadurch den Einfluss Gottes wieder zurück in die Welt. Theokratie bedeutet nicht, dass Gott oder gar ein Mensch an seiner Stelle als Diktator herrscht. Theokratie bedeutet, dass das Bild Gottes im Menschen wiederhergestellt wird, und dieser in Verantwortung vor Gott und seinen Mitmenschen im Wesen und in der Natur Gottes auf der Erde lebt. Gottes Regierung drückt sich im Einzelnen aus, der als wiederhergestellter Mensch in seinem eigenen Leben regiert und herrscht:
Denn wenn durch die Übertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die Überschwänglichkeit der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus; (Röm 5,17)
Diese Verwandlung von innen nach außen beschreibt Jesus in seiner Antwort an die Pharisäer. Es wäre zu fragen, ob ein Tausendjähriges Reich nicht zutiefst diesem Wesen des Reiches Gottes widerspricht. Gott will die tiefen Überzeugungen des Menschen durch sein Wort verändern, und ihnen nicht sein Reich „aufzwingen“. Paulus nennt dies, den „Glaubensgehorsam in allen Nationen aufzurichten“ (Römer 1,5; 16,26). Jesus nennt es, „alle Nationen zu Jüngern machen“ (Mat 28,19).
Dieser Artikel ist eine Auszug aus meinem Buch "Um Himmels willen" (auch als E-Book erhältlich), erschienen im ID-DESIGN Medien Verlag.
Norbert Bolz im ZDF-Nachtstudio: "Es lebe der Geschlechtsunterschied!"
Was ist noch lebenswert, wenn Frauen nicht ganz anders sind als Männer und Männer ganz anders als Frauen? Der Philosoph und Medienwissenschaftler Norbert Bolz erläuterte im Gespräch "Erklär mir die Welt" mit Volker Panzer im ZDF-Nachtstudio, dass er die Emanzipation der Frau befürwortet, aber ein Gegner des fanatischen Feminismus ist.
Eine von vielen Fragestellungen, zu denen Norbert Bolz im einstündigen Gespräch mit Volker Panzer Stellung bezog, war die Frage, wie Norbert Bolz zum Feminismus und der Rolle der Frau stehe. Panzer wies auf das Buch von Norbert Bolz "Die Helden der Familie" (München 2006) hin und fragte ihn, ob aus diesem Buch denn nicht hervorgehe, dass Bolz der Frau wieder die Rolle an Heim und Herd zuweisen möchte. Das wies Bolz entschieden zurück und widersprach der Vorstellung, er sei ein Gegner des Feminismus. Er unterscheide aber zwischen dem aufgeklärten und dem fanatischen Feminismus.
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Sonntag, 21. August 2011
Das Reich Gottes (Teil 1) - sichtbar oder „inwendig von euch“?
Immer mehr Christen werden politisch aktiv. Sollen sich Christen überhaupt politisch engagieren? Kann Politik die Welt verändern oder gar heilen? Wie sieht christliches Engagement in dieser Gesellschaft aus? Um diese Fragen zu beantworten müssen wir, glaube ich, einige Tatsachen über das Reich Gottes verstehen.
Wenn es um das Reich Gottes geht, hat eine bestimmte Aussage von Jesus immer eine zentrale Bedeutung. Der Dispensationalismus behauptet, dass das Reich Gottes zur jetzigen Zeit – in der Dispensation der Gemeinde oder der Gnade – keinerlei sichtbare Bedeutung hat, sondern lediglich die Innenerfahrung des Heils derer ist, die gerettet und von neuem geboren werden. Diese Sichtweise stützt sich fälschlicherweise auf die Aussage von Jesus:
Da er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch. (Lk 17,20-21 - LUT)
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